Die ÖVP-Steiermark ist zwar dafür bekannt, dass sie der liberale Flügel innerhalb der eigenen Partei ist, aber dieser Vorstoss ist mir doch ein Kommentar wert: Die ÖVP-Landesschulrätin Steiermarks Edlinger-Ploder setzt sich für die Ganztagsschule ein UND meint, dass die Neue Mittelschule „bloss eine Aufwertung der Hauptschule ist“. Hierzu sei noch kurz gesagt: Es kommt nicht wirklich oft vor, dass der Landesschulrat nicht von der Partei geführt wird, die auch den Landeshauptmann/die Landeshauptfrau stellt – das wäre in der Steiermark nämlich die SPÖ.
Allerdings unterstützt sie auch die Forderung von Bildungsministerin Schmied, wonach sich die DirektorInnen die LehrerInnen aussuchen sollten. Ich würde da eher bei der Ausbildung, vor allem was pädagogische Fähigkeiten, Konfliktmanagment und die Praxisnähe betrifft, ansetzen. Wenn sich die einzelnen Schulen an der LehrerInnenauswahl partizipieren dürfen – was ich grundsätzlich nicht für schlecht halte – dann sollte eher der Schulgemeinschaftsausschuss etwas mitzureden haben. Denn, dass DirektorInnen (bis auf einige wenige) eine ziemlich hohe „Parteizugehörigkeitsrate“ aufweisen, ist wohl bekannt.


4 Kommentare
4. April, 2008 um 11:41
Interessanter Vorschlag. Kann ich aber so nicht ganz stehen lassen.
1.) Sollte die Wahl des/der DirektorIn nicht über die einzelnen VertreterInnen laufen, sondern von den gesamten SchulpartnerInnen passieren.
2.) ist diese Schulautonomie die Schmied und Ploder fordern, nicht der richtige Weg um das Ziel zu erreichen. Gerade so eine Auswahl fördert nur Schulen mit einem „interessanten“ Standort. Was wiederum staatlichen „Eliteschulen“ hilft und nicht alle Schulen auf das gleiche hohe Niveau bringt.
lg klaus
p.s: cooler Blog ;-)
pps: und weil der Blog so cool ist, hab ich mir auch eine zugelegt ;-)
ppps: bis gleich
4. April, 2008 um 12:10
[...] Nicht alles wird gut. Veröffentlicht in Uncategorized by klausii am April 4th, 2008 Die Bildungspolitik in Österreich ist wieder im Blickpunkt der öffentlichen Interesse. Grund dafür sind einerseits die boomenden (Anmeldezahlen!) Schulversuche rund um die “Neue Mittelschule” und der kürzlich stattgefundene Schulgipfel. Das ist gut. Vor allem weil sich etwas langsam aber doch ändert: die Öffentlichkeit versteht endlich, dass unsere Schule so nicht mehr weiter bestehen kann. Egal ob aus sozialem Gewissen oder wirtschaftlichen Überlegungen: eine neue Schule muss her. Eine Schule für alle. Schön und gut. Doch mit dieser Meinung geraten auch diverse Vorschläge an die Öffentlichkeit, gerade auch von befürwortern der Gesamtschule, die alles andere als sinnvoll sind. So zum Beispiel der Vorschlag, Schulen können sich in Zukunft die LehrerInnen selbst aussuchen. Meine Meinung dazu (auch zu sehen in Aaron Bruckmillers Blog): [...]
6. April, 2008 um 15:06
Lieber Klaus,
zu Punkt
1) Ich glaub du etwas zu schnell gelesen, ich fordere das selbe wie du.
2)Ich hab auch geschrieben, dass ich diese Art von Schulautonomie nicht als perfekt empfinde, allerdings mit diversen anderen Reformen: Zentralisierund der Verwaltung im Ministerium, Abschaffungen der vershciedensten Zwischeninstanzen (Länder),… hat Selbstsändigkeit durchaus Sinn, vorallem weil es ein basisdemokratischer Fortschritt wäre.
8. April, 2008 um 8:17
also aaron blog ist viel kuhler als der vom Klaus