Archiv der Kategorie 'Kurioses'

Dass ich mal “Die Presse” zitiere…

… hätte ich mir auch nicht gedacht. Das ist aber zu witzig:

Der „Sozi“ Marx
(”Die Presse”, Print-Ausgabe, 28.05.2008 )

Dass der Wiener „Karl-Marx-Hof“ nach 1945 fast umbenannt worden wäre – wer weiß dies noch?

Heiligenstadt zählte zur US-Besatzungszone, und der Kommandant wollte den Namen des Ur-Kommunisten nicht mehr sehen. Eine Militärkommission befragte daher Joseph T. Simon, einen österreichischen „Sozi“, der 1937 emigriert und als US-Soldat in seine Heimatstadt zurückgekehrt war. Simon wurde peinlich befragt: „Haben Sie Karl Marx persönlich gekannt?“ „War Marx Mitglied in einer kommunistischen Partei?“ „Wie stand er zur Sowjetunion?“ Simon erklärte, dass Marx schon seit 1883 tot war, die Sowjetunion also gar nicht kannte und dass Marx auch von Sozialdemokraten geschätzt wurde. Daraufhin gab es ein US-internes Rundschreiben: „Es wurde eine Expertise von Mr. Simon eingeholt. Er ist ausgezeichnet über Marxismus informiert, obwohl er Marx nicht persönlich gekannt hat. Er gab aber glaubwürdig an, dass Marx gar kein Kommunist war, sondern eher den Wiener Sozialisten nahe gestanden ist: Es besteht kein Grund, den Namen des Karl-Marx-Hofes zu ändern.“ hws

Erkenntnis des Tages

Ein Antikriegsfilm ist ein Kriegsfilm, nur brutaler. Viel Brutaler. Ausserdem sind die meisten Helden (ja, nur Männer) nicht “harte Burschen”, sondern fürchten sich vor dem Krieg und weinen auch ab und zu. Weiters gibt es keinen “Gruppen-Schwarzen” - also so einen für die Quote - und keine schlechte Liebesgeschichte. Aber derjenige, der entweder gerade ein Kind bekommen hat, oder vor dem alles entscheidenden Einsatz daheim anruft, stirbt trotzdem.

Steiles Teil.

Ich hab gerade beim Lesen eines großformatigen deutschen Intelektuellenblattes festgestellt, dass es Dinosaurier doch noch gibt. Das Ding namens Pleo lernt sogar. Ein Tamagochi (keine Ahnung wie das geschrieben wird) in 3D und für größere Geldbörsen, kostet nämlich über 300$.

Jetzt brauch ich später neben dem Internet nicht mal einen Hund als Frauen- und Kinderersatz.

Ganz schön Dicke, Mann. [Editiert]

Der rote Kaiser von Wien namens Häupl, hat anlässlich seiner Rede beim Maiaufmarsch die Gesundheitsministerin Kdolsky (ÖVP), als “spastisch” beschrieben.

Der “fette” Alte sollt sich das nochmal alles durch seinen geschüttelten Kopf gehen lassen.

[Sorry, es soll natürlich nicht "Die" sondern "Der" heißen!]

Jaja, die Grünen…

Nachdem Van der Bellen klargestellt hat, dass es mit der ÖVP mehr Schnittmaterie gibt als mit der SPÖ, hab ich zwar auch laut aufgestöhnt. Obwohl sonderlich starke Verwunderung hat das nicht hervorgerufen, insgesamt war das eher eine Bestätigung.

Anfangs war ich mir zwar zu Schade, dass zu kommentieren. Aber dass jetzt SPÖ-Bundesgeschäftsführer meint, das wäre die “völlige Aufgabe” ihrer ursprünglichen Linie, find ich total richtig. Schließlich zeigt die SPÖ seit über zwanzig Jahren wie progressive Politik ohne der ÖVP betrieben werden kann.

Gutes Video über fast Lustiges

Ich bin sowieso ein Freund der “Front Deutscher Äpfel” (FDÄ). Aber das Video ist zu toll.

P.S.: Da es im Video um Deutschland geht, hab ich es mit “International” getaggt. Bin mir aber sicher, dass das die NPD für nicht richtig hält. I’m sorry.

Homosexuelles Blut

In Österreich ist laut dem Blog mungenast.cc - scheint aber seriös, da der Schreiber sogar im Bundeskanzleramt arbeitet - Homosexuellen untersagt, Blut zu spenden. Oder besser gesagt Homosexuellen, die ihr sexuelle Orientierung auch praktizieren. Denn bevor mensch spendet, muss ein Fragebogen ausgefüllt werden. Wird dabei angegeben, gleichgeschlechtlichen Sex gehabt zu haben, wird mensch ohne Rücksicht auf die anderen Antworten abgelehnt. Also eigentlich betrifft das auch Bisexuelle. Interessant in welchem Jahrhundert österreichische Institutionen heute noch leben.

P.S.: Sonst auch netter Blog von Dominik Mungenast, auf alle Fälle einen Blick wert.

Platter besorgt um Datenschutz

Nein, das ist jetzt keine spektakulär-gute Nachricht. Nur dieser Zusammenhang ist irgendetwas zwischen lustig, lächerlich oder traurig.

Minister Platter (ÖVP) hat auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass er ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, welches kontrollieren soll, ob er personenbezogene Akten dem Untersuchungsausschuss übermitteln muss.

Dafür das Platter normalerweise mit Einschränkungen für den Datensicherheits- und Privatsphärenbereich auffällt, oder Vorreiter für Überwachungsmöglichkeiten (Stichwort: Sicherheitspolizeigesetz) ist, wirklich interessant.

Zur Sprache

Beim surfen im Weltnetz bin ich von einem Verweis einer politisch rechten Heimatseite auf den Netzauftritt der “Stiftung deutsche Sprache” gekommen. Es tut mir fast leid, dass sich so einer Initiative Beachtung schenken muss, aber ich habe ein paar Anregungen dazu zu sagen/schreiben. Wer sich schon mal mit Rechten unterhalten hat, wird vielleicht daraufgekommen sein, dass sie so komische Wörterverwendet haben, wie ich sie im ersten Satz.

Die Stiftung hat auch eine Wortarchiv mit Anglizismen erstellt und die dann mit Vorschlägen aus dem Deutschen Wortschatz versehen. Ob die Kuratoren (ausschließlich Männer) wissen, dass Archiv aus dem Latein kommt? Zu den Unterstützern ist auch zu sagen, dass darunter viele Pädagogen mit etwas eigenartigen Publikationen sind.

Zum Schluss noch eine Frage: Wieso haben die, die am lautesten gegen eine “Verschmutzung” unsere Sprache schreien und das als Symbol für die “Verfremdung” sehen, so ein Problem mit geschlechtergerechte/-sensible/-neutrale Formulierungen?


Nur weil ich die Realität nicht ausstehen kann, bin ich noch lange keine Realitätsverweigerer.

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