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Auf Jobsuche.

Zuerst die schlechte Nachricht: Österreich hat verloren und deswegen muss ich nun doch nicht auswandern. So und jetzt die gute: Derzeit spiele ich schon wieder mit dem Gedanken, da die nächste Partei einen richtigen Deppen als Vorsitzenden hat. Nein, keinen irgendwie unter Umständen vielleicht liebenswerten Trottel wie den Gusenbauer, sondern einen mit stromlinienförmigen Körper ausgestatten Sonnyboy, der nicht nur ideologisch in jede Partei reinpassen würde.

Jetzt aber Schluss mit unlustiger Polemik. Die Sozialdemokratie hat unter Faymann einen Tiefpunkt erlebt, bevor dieser überhaupt zu agieren beginnt. Obwohl dieser in der Sozialistischen Jugend (SJ) seine Ego-Karriere begann, besitzt er weder soziales noch sozialdemokratisches, ganz zu schweigen von sozialistischem Denken. Er hat nur den richtigen Riecher für Macht.

Ein Mensch, der solange wie Faymann in der Politik ist, und noch nirgends gröbere Zusammenstöße mit seinen politischen KontrahentInnen erlebte, muss entweder alles richtig oder alles falsch gemacht haben. Wenn ich mir nur die Managmentverabschiedungsgagen der ÖBB und der Asfinag ansehe, kann ich getrost ersteres ausschließen!

Ausserdem hat Faymann den Herrn Dichand so gern, dass er diesen einmal wöchentlich beim Kaffe trifft. Die RedakteurInnen dessen Zeitung würdigen das Fernhalten des unaustehlichen Alten mit netten Nachrichten und Fähnchenaktionen. Lieb von ihnen.

Herr Dichand, habens keinen Job frei? Zum Beispiel für einen zweiten “In-den-Wind”-Reimer?

Dass ich mal “Die Presse” zitiere…

… hätte ich mir auch nicht gedacht. Das ist aber zu witzig:

Der „Sozi“ Marx
(”Die Presse”, Print-Ausgabe, 28.05.2008 )

Dass der Wiener „Karl-Marx-Hof“ nach 1945 fast umbenannt worden wäre – wer weiß dies noch?

Heiligenstadt zählte zur US-Besatzungszone, und der Kommandant wollte den Namen des Ur-Kommunisten nicht mehr sehen. Eine Militärkommission befragte daher Joseph T. Simon, einen österreichischen „Sozi“, der 1937 emigriert und als US-Soldat in seine Heimatstadt zurückgekehrt war. Simon wurde peinlich befragt: „Haben Sie Karl Marx persönlich gekannt?“ „War Marx Mitglied in einer kommunistischen Partei?“ „Wie stand er zur Sowjetunion?“ Simon erklärte, dass Marx schon seit 1883 tot war, die Sowjetunion also gar nicht kannte und dass Marx auch von Sozialdemokraten geschätzt wurde. Daraufhin gab es ein US-internes Rundschreiben: „Es wurde eine Expertise von Mr. Simon eingeholt. Er ist ausgezeichnet über Marxismus informiert, obwohl er Marx nicht persönlich gekannt hat. Er gab aber glaubwürdig an, dass Marx gar kein Kommunist war, sondern eher den Wiener Sozialisten nahe gestanden ist: Es besteht kein Grund, den Namen des Karl-Marx-Hofes zu ändern.“ hws

Podcasting einfach erklärt.

Commoncraft hat ein gutes Video zum Thema produziert:

Guter Spruch - netter Blog

Die Blogseite von der Online-Ausgabe der deutschen tageszeitung (taz) zu durchstöbern, ist sicher interessant. Hier ist auch einer meiner Lieblingblogs dabei, nämlich der über Streetart von Caro. Und hier der Grund warum ich das alles erzähle.

[Irgendwie spinnt nämlich die Bilder-einbinden-Funktion unter meinem kubuntu...]

Wenn ich groß bin, werd’ ich Berufsschwuchtel!

Die FPÖ-Gazette “Zur Zeit”, die ich hier mal nicht verlinke, nennt den Lifeball-Organisator und bekennenden Homosexuellen Gery Keszler “Berufsschwuchtel”. Nachdem dieser geklagt hatte, hat ein Gericht befunden, dass er im öffentlichen Interesse steht und solche “Kritiken” ertragen muss.

Er jedenfalls nimmts mit Humor - mehr bleibt ihm auch nicht über - und hat die Seite berufsschwuchtel.org ins Leben gerufen. Dort gibts es auch Solidaritäts-T-Shirts zu erstehen!

Kellerkinder

Der Inzest-/Vergewaltigungs-/Freiheitsberaubungsfall in Amstetten dürfte wohl an keinem und keiner ÖsterreicherIn vorbeigegangen sein. Bedrückend an der Geschichte sind drei Dinge: Die Scheuslichkeit des Verbrechens, der öffentlcihe Voyeurismus aber auch die Folgen des Falles.

So problematisch das alles für die Betroffenen auch sein muss, durch das mediale Aufbauschen wird die Politik sicher schon geifern, Profit daraus zu schlagen. Und was eignet sich nicht besser für die Rechtfertigungen von strikteren Gesetzen und hartem Durchgreifen, als die Emotionen der Bevölkerung. Gerade in der jetzigen Dateschutz- und Privatsphärendebatte wird das den Schäubles und Platters unserer Gesellschaft Aufwind geben.

Dank an Klaus für die Denkimpulse.

Gutes Video über fast Lustiges

Ich bin sowieso ein Freund der “Front Deutscher Äpfel” (FDÄ). Aber das Video ist zu toll.

P.S.: Da es im Video um Deutschland geht, hab ich es mit “International” getaggt. Bin mir aber sicher, dass das die NPD für nicht richtig hält. I’m sorry.

Wenigstens Irgendetwas

Oder: Ein österreichischer Titel

Stermann und Grissemann haben ihre Late-Night-Show “Willkommen Österreich” online zur Verfügung gegeben. So können wir das kritische Feigenblatt, wenn es auch sehr klein sein mag, im Internet betrachten.

Für Menschen, denen das Material fehlt, um fernzusehen eine Möglichkeit. Dabei soll an dieser Stelle gar nicht diesen beiden Halbwitzigen - durchaus nicht nur negativ gemeint - gewidmet sein, sondern ihren Ideen. Denn wenn für Rundfunkgebühren nur ORF geboten wird, sollte dass zumindest im Fernsehen gezeigt werden. Ist schließlich öffentliches Eigentum, oder?


Nur weil ich die Realität nicht ausstehen kann, bin ich noch lange keine Realitätsverweigerer.

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